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Stichwort: Interkulturelle Kompetenz
"Praxisbezug" ist der wohl wichtigste Baustein in der
bisherigen Erfolgsgeschichte des DFHI-ISFATES. Praxisbezug heißt
aber auch, die rasanten Neuorientierungen und die zunehmende Globalisierung
von Markt und Arbeitsmarkt im Auge behalten.
Auslandsorientierung, Weltoffenheit, interkulturelle Kompetenz,
u.ä. sind Begriffe, hinter denen sich gesuchte Schlüsselqualitäten
verbergen: Sprachkenntnisse und Einfühlungsvermögen (Empathie),
gepaart mit einer hohen Toleranzschwelle Eigenschaften, die
bisher kaum im Zentrum von Wirtschafts- und Ingenieurstudium stehen.
Das DFHI-ISFATES gehört hier zu den Pionieren. Aus der Alltagspraxis
international arbeitender Unternehmen ist eine scheinbar paradoxe
Beobachtung bekannt: mit zunehmender Sprachkenntnis steigt auch
die Neigung, aneinander vorbeizureden. Gerade das deutsch-französische
Verhältnis gilt Kennern als wahrer "Irrgarten von Mißverständnissen".
Die in der Zusammenarbeit unterschiedlicher Mentalitäten gesuchte
"Synergie" stellt sich aber nur dann ein, wenn das "eigenen
geistige Gepäck" schon vorm Auslandeinsatz ebenso kritisch
begutachtet wird wie die kulturelle Verhaltensprägung des ausländischen
Partners. Der Manager und Autor Daniel Goeudevert bringt es auf
eine griffige Formel: "Nur wer die eigene Kultur begreift und
mit anderen in Verbindung zu bringen weiß, kann Synergieeffekte
zwischen ihnen erkennen".
Deshalb hat des DFHI-ISFATES noch über eine fundierte Sprachausbildung
in Französisch/Deutsch und Englisch sowie über eine traditionelle
Landeskunde hinaus und bietet eine Ausbildung, die nicht nur deutlich
macht wie, sondern auch warum sich deutsche bzw. französische
Geschäftspartner so oder so verhalten.
Das heißt, Ergebnisse der Vorurteilsforschung, der vergleichend-kontrastiven
Wirtschafts- und Sozialgeschichte und der Kulturwissenschaften fließen
mit in die Lehre ein.
Der berufliche Erfolg vieler unserer Absolventen zeigt uns, daß
sich dieses Ausbildungsmodul in der Praxis bewährt.
Dr. Hans Löser
Dozent im Fach
"Interkulturelle Kommunikation"
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